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Grünkohl anpflanzen

Grünkohl anbauen bedeutet, eine der gesündesten Pflanzen im Garten zu haben

Grünkohl wird in den USA und in Australien schon seit Jahren als Superfood behandelt. Aus gutem Grund, beinhaltet jener doch viele Vitamine und Mineralstoffe. Hinzu kommt der Umstand, dass er wenig Kalorien hat und trotzdem zu einer guten Sättigung beiträgt. Grünkohl anpflanzen gelingt auch in unseren Breitengraden. Das Anbauen beginnt entweder mit Samen oder bei der Nutzung von Jungpflanzen. Im Nachgang kannst Du Grünkohl sowohl roh, als auch gekocht servieren.

Grünkohl anpflanzen

Wie Dir das Anpflanzen von Grünkohl am besten gelingt, stellen wir nachfolgend vor. Außerdem geben wir Tipps zum Standort, Zeitpunkt des Säens und zum Ernten. Wir hoffen, Dir mit diesem Ratgeber weiterhelfen zu können – viel Spaß & guten Appetit!

Grünkohl anpflanzen – So gelingt es vom Säen bis zum Ernten

Grünkohl enthält pro Gewichtseinheit doppelt so viel Vitamin C, wie eine Zitrone. Zudem gehört es, mit 150 mg auf 100 g, zu den kalziumreichsten Gemüsegewächsen überhaupt. Das Anbauen der heimischen Pflanze ist nicht allzu schwer.

Du kannst aus 150 verschiedenen Grünkohl-Sorten eine Auswahl treffen. Die beliebteste Sorte im Norden heißt Winnetou und wird bis zu 80 cm hoch. Je nach Wahl, wird Grünkohl zwischen 30 und über 150 cm hoch. Es gibt ihn außerdem in unterschiedlichen Farbgebungen – darunter klassisch Grün, Blau-Violett, rötlich oder weiß-gemustert.

Erste Entscheidung – Jungpflanzen kaufen oder Samen ausbringen?

Durch die zunehmenden Wetterkapriolen des Klimawandels ist es etwas einfacher, sich Jungpflanzen zu kaufen. In der Regel kommen diese aus dem Gewächshaus, weshalb die Pflanze zunächst ca. 14 Tage draußen stehen sollte. Dadurch härtet sich der Ballen ab und die Pflanze gewöhnt sich an den Standort draußen. Wichtig: Währenddessen darf der Ballen nicht austrocknen.

Samen werden im Haus, der Wohnung oder Gewächshaus für einige Wochen vorgezogen, bis jene maximal 10 cm hoch sind.

Das Anpflanzen der Jungpflanzen sollte draußen erst stattfinden, wenn Nachtfröste ausgeschlossen werden können. In der Regel ist dies ab Mitte Mai der Fall. Der letztmögliche Zeitpunkt zum Auspflanzen fällt auf den Monat Juli.

Der passende Standort von Grünkohl

Grünkohl wächst schnell und braucht währenddessen ausreichend Nährstoffe sowie Wasser. Der Boden muss nährstoffreich sein und Wasser halten können. Als Starkzehrer braucht Grünkohl zur Mitte des Anbaus eine zusätzliche Düngung.

Weil Grünkohl bis zu 1 Meter tief wurzelt, ist er nur die ersten ca. 5 Wochen für einen Topf geeignet. Ist er 5-10 cm hoch, sollte er draußen ausgesetzt werden. In wärmeren Gefilden wäre das Wachstum ab diesem Stadium einfach zu rasant.

Grünkohl anbauen

Du kannst Grünkohl, je nach Sorte, gleichermaßen in einem großen Hochbeet oder im klassischen Gemüsebeet anbauen. XXL-Sorten, die mehr als 1 Meter hoch werden, sind eher nur für das Beet am Erdboden geeignet.

Der Abstand zur nächsten Pflanze sollte bei mindestens 50 cm liegen. Je nach zu erwartender Größe der jeweiligen Sorte, kann ein optimaler Abstand sogar bei 80 cm liegen.

Pflege & Düngung

Leider ist Grünkohl anfällig für den Befall von Parasiten. Man sollte den Jungpflanzen daher von Beginn an unter die Arme greifen und sie stärken. Das bedeutet, sie von Anfang an regelmäßig zu gießen und Unkraut stets zu entfernen.

Ebenfalls wichtig ist es, die Fruchtfolge im Beet einzuhalten. Ansonsten kann die Pilzkrankheit Kohlhernie auftreten.

Um Parasiten fernzuhalten, kann nach dem Anpflanzen von Grünkohl zudem der Einsatz von Kalk probat sein.

Weil Grünkohl so tief wurzelt, versorgt er sich später selbst mit Wasser. Damit der Grünkohl einen sicheren Stand finden kann, sollte er „angehäufelt“ werden. Was das ist, erfährst Du im nachfolgenden Video:

Als Dünger kann Kompost herhalten. Grünkohl ist eine zweijährige Pflanze – erst ab dem Frühjahr des nächsten Jahres sind Blüten zu erwarten. Diese Lebensdauer wird erreicht, wenn sowohl Trockenheit, als auch Staunässe zuverlässig verhindert werden.

Grünkohl richtig ernten

Grünkohl wird häufig als Wintergemüse bezeichnet, denn er lässt sich über alle Wintermonate hinweg ernten. Da die jungen Blätter besonders bekömmlich schmecken, macht das Ernten ab Ende Oktober Sinn. Kleinwüchsige Sorten können sogar bereits im September erntereif sein.

Nach dem ersten Frost schmecken die Blätter des Grünkohls süßlicher. Wenn Du nur äußere Blätter erntest, regst Du das Gemüse weiter zum Wachsen an und steigerst somit den Ertrag.

Ist der Grünkohl vollständig abgeentert, kannst Du die Wurzel aus dem Boden ausgraben und das Gewächs im Gesamten auf den Kompost werfen.

Grünkohl anpflanzen – Darum fördert der Konsum Deine Gesundheit

Das Anbauen und Verspeisen von Grünkohl geht mit diversen, positiven Begleiterscheinungen einher. Einleitend haben wir erwähnt, dass viele Vitamine im Kreuzblütengewächs stecken. Folgende sind besonders nützlich:

  • Vitamin:
  • Anteil (100 g):
  • Nutzen:
  • A
  • 0,862 mg
  • Wichtig für Sehvermögen, Zellen und als Beseitiger von freien Radikalen
  • C
  • 105 mg
  • Wichtig für Immunsystem, Haut, Knochen, Knorpel, Zahnfleisch und Zähne
  • K
  • 0,817 mg
  • Wichtig für Blutgerinnung und Knochenstoffwechsel

Hinzu kommen noch diverse B-Vitamine sowie ein nennenswerter Anteil Vitamin E. Zudem enthält Grünkohl bedeutsame Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe sowie Ballaststoffe.

Kalium

  • 491 mg auf 100 g
  • Bedeutsam für Herzmuskel, beim Eiweißaufbau und bei der Energiegewinnung

Magnesium

  • 47 mg auf 100 g
  • Wichtig für Funktionalität der Muskeln, des Herzens, der Nerven, den Aufbau der Knochen, die Blutzuckerkontrolle und die Blutdruckregulation

Lutein

  • Verbessert die Sehkraft und schützt vor Netzhautdegeneration

Ballaststoffe

  • 4,2 g auf 100 g
  • Gut für Sättigungsgefühl und Darmaktivität

Grünkohl essen – Ideen für Gerichte & Getränke

Grünkohl kann roh wie gekocht konsumiert werden. Du kannst ihn z.B. kleingeschnitten in den Salat geben. Um zu testen, ob er Dir auch roh schmeckt, einfach mal in ein Blatt hineinbeißen.

In Smoothies ist Grünkohl, aufgrund seines umfassenden Nährstoffprofils, ein absoluter Trendsetter. Durch das Lutein entsteht darin eine natürliche, grüne Note.

Grünkohl Smoothie

Prominente, wie Jennifer Aniston, essen zudem gerne Grünkohl-Chips. Diese lassen sich mit handelsüblichen Zutaten selbst herstellen.

Es ist laut Wissenschaft am besten, von gesundem Gemüse rohe wie gekochte Anteile zu verzehren. Manche Stoffe sind gekocht besser vom Körper resorbierbar, während andere Stoffe roh in größerer Menge übernommen werden können. Grünkohl bietet sich für diese Ausgestaltung der Ernährung definitiv an.

Ein traditionelles Feiertags-Gericht in Norddeutschland ist selbstredend der Grünkohl mit Kartoffeln, Bregenwurst („Pinkel“) und Bauchspeck. Hinsichtlich der Fleisch-Komponenten ist diese Speise nicht so gesund. Wer dieses Gericht allerdings ohnehin nur 2 bis 3 Mal pro Jahr zu sich nimmt, kann es sicher ohne Reue genießen.

Grünkohl essen

Im Allgemeinen ist Grünkohl eine ausgezeichnete Beilage für Hauptgerichte, wie z.B. vermischt mit Spaghetti. Er lässt sich geschmacklich sehr gut mit Zwiebeln oder Knoblauch aufwerten.

Grünkohl anbauen – Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der oder das Grünkohl?

Der Grünkohl ist korrekt.

Wie Grünkohl würzen?

Grünkohl harmoniert mit viele Gewürzen. Ein Klassiker ist es, dazu Zwiebeln scharf anzubraten und das Ganze mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und/oder Senf abzuschmecken.

Auch die asiatische Küche bietet reichlich Ideen:

  • Zusammen mit Nudeln, Chili, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Ingwer in Kokosöl anbraten
  • Kreuzkümmel
  • Currypaste
Gewürze für Grünkohl

Kann man Grünkohl einfrieren?

Ja, das geht. Am besten behält er seine Konsistenz, wenn er zuvor in Salzwasser blanchiert wurde.

Sind Grünkohl und Wirsing das gleiche?

Nein, denn im Gegensatz zum Wirsing, wächst Grünkohl nicht am Boden, sondern an Stielen oberhalb des Bodens. Eine Gemeinsamkeit der Kohl-Arten ist die Tatsache, dass beide auch roh verzehrt werden können.

Welche Grünkohlsorten gibt es und welcher Grünkohl ist der beste?

Diese Frage wird niemand für Dich beantworten können, da es sich um eine persönliche Vorliebe handelt – Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Wie bereits erwähnt, ist „Winnetou“ die beliebteste Sorte im Norden Deutschlands.

Suchst Du nach einer besonders robusten Sorte für den Winter, kann „Kadett“ Abhilfe schaffen. Dieser Grünkohl verträgt bis zu -22 Grad Celsius.

Rötlicher Grünkohl trägt die Bezeichnung „Redbor“. Eine blau-grüne Sorte hört auf den Namen „Nero di Toscana“.

Möchtest Du wahre Giganten im Garten anpflanzen, kommst Du mit der „Lippischen Palme“ voll auf Deine Kosten. Dieser Grünkohl wird fast 2 Meter hoch.




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