Skip to main content

Mangold anbauen

Mangold ist eine Nutz- und Zierpflanze in einem

Wer einen schönen Garten mit gesundem Gemüse haben möchte, kommt unserer Meinung nach an einer Pflanze nicht vorbei: dem Mangold. Dieses mit den Rüben verwandte Gewächs geht nämlich eine tolle Symbiose als optischer Hingucker und gesundes Nahrungsmittel ein. Gute Gründe, warum Du Mangold anbauen solltest, gibt es also reichlich. Wie das am besten gelingt, stellen wir Dir nachfolgend vor.

Mangold anbauen

Je nach Ausführung, hat Mangold tiefrote (wie die Abbildung zeigt) bis weiße Stiele. In Kombination mit dem Grün der Blätter also sicherlich eine Pflanze, die schnell in’s Auge des Betrachters fällt.

Mangold anbauen – Infos zur Vorbereitung

Stielmangold oder Blattmangold?

Innerhalb des Spektrums, macht man noch einen grundlegenden Unterschied zwischen dem Stielmangold (Beta vulgaris var. flavescens) und dem Blattmangold (Beta vulgaris var. vulgaris). Während beim Stielmangold sowohl die Stiele, als auch die Blätter verspeist werden können, sind es beim Blattmangold in erster Linie die Blätter.

Vorteile Stielmangold

  • Solide winterhart (Bei geschütztem Standplatz oder mit Flies-Abdeckung sind deutsche Winter kein Problem)
  • Mehr Masse als Ertrag, da Stiele dick und fleischig sind
  • Stiele können nach Trennung vom Blatt wie Spargel verzehrt werden
  • Blätter gekocht wie blanchiert essbar

Vorteile Blattmangold

  • Besonders winterhart (Zweistellige Minustemperaturen sind kein Problem – außer auf freier Fläche)
  • Filigrane Stiele und „Rippen“
  • Gute Wahl für Leute, die Spinat mögen, denn Blätter haben ähnliche Konsistenz
  • Junge Blätter machen sich gut in Salaten (Frisch nur moderat dosieren, da Oxalsäure vorhanden ist)
  • Blätter gekocht wie blanchiert essbar
Mangold anpflanzen

Junge Mangold-Blätter lassen sich auch roh im Salat essen. Da im rohen Zustand besonders viel Oxalsäure vorhanden ist, sollte der Konsum aber nur moderat ausfallen. Wer an Eisenmangel leidet oder Nierenprobleme hat, sollte gar nie rohen Mangold essen. Durch das Kochen wird der Anteil an Oxalsäure hingegen deutlich verringert (Säure landet im Kochwasser).

Der Anbau unterscheidet sich bei beiden Sorten nicht voneinander. Hinsichtlich Optik gibt es außerdem auch noch einige, weitere Differenzierungen. Neben dem bekannten, tiefroten Mangold, gibt es auch Optiken in Pink, Weiß oder Gelb. Die Wahl steht Dir hier natürlich komplett frei.

Mangold Standort Hochbeet Balkon

Mangold gibt es in verschiedenen Optiken. Da ist auch vom Auge her für jeden Geschmack etwas dabei.

Der Standort

Eine gute Nachricht vorweg – Mangold zählt zu den pflegeleichtesten Gemüse-Pflanzen im Garten, weshalb es manchmal auch als Anfänger-Gemüse bezeichnet wird. Dennoch kann man schon so einige Dinge beachten, wenn das Gedeihen optimal von statten gehen soll. Nach folgenden Kriterien solltest Du den Standort auswählen:

  • Anbau kann klassisch im Gemüsebeet, im Hochbeet oder in einem großen Topf erfolgen
  • Sonnig oder im Halbschatten liegend
  • Boden muss einigermaßen nährstoffreich/humushaltig sein (mit Kompost und Hornspänen anreichern)
  • Gleichmäßig feuchter Erdboden, damit Stiele zart bleiben
  • Lockerer Boden (vor allem im oberen Teil)

Vorbereitung des Bodens & Einsäen

Als Verwandter der Roten Bete, gelingt das Anbauen von Mangold ganz ähnlich. Der Boden muss hier nur nicht ganz so locker sein. Der Mittelzehrer Mangold braucht einen mäßig gedüngten Boden für ein gutes Wachstum. Wie bereits erwähnt, eignen sich zum Düngen Kompost und Hornspäne.

Es hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, den Mangold selbst vorzuziehen. Dann wird er schneller reif und ist zudem robuster.

Nachdem Du Dir passende Samen besorgt hast, werden jene einzeln in einem Topf o.ä. (z.B. leere Eierpackung) in 2-3 cm tiefer Anzuchterde versenkt.

Nach +- 10 Tagen solltest Du die Erde auf andere Gewächse kontrollieren sowie dann ggf. zunächst Hacken und jene im Folgenden durch Jäten entfernen.

Mangold Mischkultur

So eine Drahtharke eignet sich ideal, um den Boden zu Hacken und die Jungpflanzen dabei zu schützen.

Weil durchaus mehrere Mangold-Pflanzen aus einem einzelnen Korn entstehen können, müssen diese womöglich noch einmal vereinzelt werden. Das kann beim Umsetzen aller Pflanzen erledigt werden.

Nach ca. 4 Wochen können die jungen Pflanzen schließlich umgesetzt werden. Möchtest Du den Mangold universell verarbeiten, bietet sich ein Abstand zwischen 30 und 35 cm an. Sollen vergleichsweise junge Blätter nur für Salate genutzt werden, genügt ein geringer Abstand – dadurch bleibt die Pflanze im Gesamten recht klein.

Mangold pflanzen Abstand
Mangold eignet sich für Mischkulturen. Ausgeschlossen werden müssen allerdings Rote Bete, Spinat und Tomaten im gleichen Beet, denn diese brauchen allesamt ähnliche Nährstoffe und würden sich dementsprechend untereinander zu viel Konkurrenz machen.

Der beste Zeitpunkt zum Säen

Als idealer Zeitpunkt zum Anpflanzen gilt die Phase zwischen Mitte April und Mitte August.

Winterharter Mangold (z.B. Blattmangold mit weißem Stiel), der geschützt im Kalt-Gewächshaus gedeiht, kann auch Anfang Oktober noch angepflanzt werden. Jener wird dann über die kalte Jahreszeit gedeihen und erst im Frühjahr geerntet.

Nachdem die Blätter 30-45 cm lang sind (je nach Sorte), werden sie für gewöhnlich zu Nahrungszwecken „abgebrochen“. Am besten gleich waschen und die Stiele mit einem feuchten Küchentuch umwickeln – dann besteht bei Bedarf eine gute Haltbarkeit im Kühlschrank.

Ernten gelingt über das ganze Jahr

Weil man in der Regel nicht die ganze Pflanze erntet, sondern immer mal wieder Blätter abbrechen kann, lässt sich der Mangold im gesamten Jahresverlauf ernten.

Das Ernten sollte idealerweise nicht in den heißen Mittagsstunden im Sommer stattfinden. Wenn Du den Mangold am Morgen erntest und zügig mit Wasser wäschst, bleiben die Blätter länger schön frisch (bis zu 1 Woche im Kühlschrank).

Schützt Du Deinen Mangold an den kalten Tag mit Vlies, ist das Ernten sogar im Winter möglich.

Neben dem Abbrechen der großen Blätter, kannst Du alternativ auch den Stiel ein Stück weit über dem Boden komplett abschneiden. In diesem Fall braucht der Mangold aber entsprechend lange, wieder Blätter auszubilden.

Sobald der Mangold im zweiten Jahr zu Blühen beginnt, wird er zunächst bitter sowie im Folgenden ungenießbar und stirbt ab. Die Blüten kannst Du zur Mangold-Samengewinnung nutzen.

Mangold anbauen – So bleibt er unbeeinträchtigt

Um den Mangold während des Anbauens zu schützen, geben wir Dir nachfolgend noch einige Tipps, die hoffentlich helfen:

  • Zum Mulchen können Rasenschnitt und Stroh genutzt werden (wärmt die Wurzelballen)
  • Mulch- oder Kompost-Decke verhindern Sporen an den Blättern (weniger Spritzwasser)
  • Circa alle 10 Tage solltest Du auf Beikraut kontrollieren und das Beet ggf. durchhacken/jäten
  • Siehst Du Schnecken, sollten jene entfernt und weit weg ausgesetzt werden
  • In einem heißen und trockenen Sommer bietet ein Kulturschutznetz mehr Sicherheit
Schutz gegen Erdfloh

Eine Maschenweite von max. 0,8 mm schirmt den Erdfloh recht zuverlässig ab. Am besten liegt das Netz nicht auf den Blättern auf (Dazu einfach Kabelrohre als Bogen/Schirm spannen).

Häufig gestellte Fragen rund um Mangold (FAQ)

Der oder das Mangold?

Der Mangold. Es handelt sich um eine Deklination des Maskulinums.

Welche Teile vom Mangold sind essbar?

Sowohl beim Stiel- als auch beim Blattgold können Blätter wie Stiele verzehrt werden. Beim Blattgold sind die Stiele so dünn, dass sie mitunter nicht extra zubereitet werden. Obwohl Mangold eine Kulturform der Rübe ist, wird hier weder der Strunk, noch der unterirdische Wurzelbereich verzehrt.

Mangold in einer Mischkultur anpflanzen?

Mangold eignet sich grundsätzlich für Mischkulturen. Er harmoniert mit Artischocken, Bohnen, Zwiebeln, Speiserüben, Boretsch, Brokkoli, Fenchel, Kohl, Erdbeeren, Kopfsalat, Rettich, Karotten und Kapuzinerkresse.

Damit die Pflanzen prächtig gediehenen, sollten sie schon im jungen Alter einzeln voneinander separiert werden. 30 cm sollten es zur nächsten Jungpflanze schon sein. Als Abstand zwischen den Reihen gelten 40 cm als adäquat.

Wann Mangold ernten?

Soll die Pflanze roh in den Salat, kannst Du bereits junge Blätter ernten. Ansonsten ist es ratsam, dass die Blätter mindestens 30 cm lang sind, damit beim Kochen auch ordentlich Masse zur Verfügung steht.

Mangold einfrieren?

Das geht, wenn Du ihn vorher blanchiert hast. Roher Mangold würde nach dem Auftauen zu matschig werden.

Warum Mangold blanchieren?

Weil die im rohen Zustand enthaltene Oxalsäure reduziert werden sollte – das gelingt durch den kurzen Kochvorgang.

Wie Mangold verarbeiten und zubereiten?

Es gibt unzählige Vorteile, aus dem Anbauen des Mangolds Genuss zu schlagen. Mangold ist z.B. mit Knoblauch gewürzt eine schmackhafte und gesunde Beilage zu Fisch. Es gibt darüber hinaus zahlreiche, vegetarische und vegane Rezepte. Hier findest Du eine Interessante Liste bei chefkoch.de.

Warum schießt Mangold?

Im zweiten Sommer ist es mit dem Mangold vorbei – es schießt und geht ein. Dann muss das Anbauen erneut erfolgen.

Ist es zu trocken, heiß und der Boden hat zu wenig Nährstoffe, kann es auch schon vorher zur Blütenbildung kommen. Diese Gefährdung lässt sich komplett ausschließen, wenn auf der angestrebten Fläche zuvor Starkzehrer erfolgreich wachsen konnten.

Hilft Mangold gegen Krebs?

Mangold enthält sekundäre Pflanzenstoffe. Studien sehen es als wahrscheinlich an, dass sich ihr Konsum positiv auf die Verhinderung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs auswirkt.

Mangold in der Ernährung – Darum ist er so gesund

Das Anbauen von Mangold bringt Deiner Gesundheit definitiv Vorzüge. Konsumierst Du Mangold, nimmst Du folgende Vitamine auf:

  • Vitamin A (Gut für Haut und Sehkraft)
  • Vitamin B (Gut für Stoffwechsel und Durchblutung)
  • Vitamin C (Wichtig für Knochen, Gewebe, Zähne – antioxidativ und geht somit gegen freie Radikale vor)
  • Vitamin E (Schwächt Entzündungen, beugt Verkalkungen der Arterien vor, gut für Gedächtnis)
  • Vitamin K (Wichtig für Blutgerinnung und Knochengesundheit)

Hinzu kommen diverse Mineralstoffe, welche Du durch das Anbauen von Mangold für Dich gewinnen kannst:

  • Kalzium (lebenswichtig – hält Knochen und Zähne stabil)
  • Magnesium (Bedeutsam für Herz, Muskeln, Nerven)
  • Eisen (Wichtig für Stoffwechsel und für die Abwehr von Infektionen)



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.